• Hartlote und Schweißzusatzwerkstoffe

Hartlote und Schweißzusatzwerkstoffe

Bezeichnungen, Zusammensetzung in Massenprozent, Anwendungsbeispiele und Eigenschaften von Schweißzusatzwerkstoffen und Hartloten.

DIN EN 1044   Hartlöten - Lotzusätze
DIN 8513   Hartlote - Kupferbasislote
EN 13347   Kupfer und Kupfer-Legierungen:
Stangen und Drähte für Schweißzusatzwerkstoffe und Hartlote
DIN 1733   Schweißzusätze für Kupfer und Kupferlegierungen
EN ISO 3677   Zusätze zum Weich-, Hart- und Fugenlöten - Bezeichnungen

 

Löten
Das Löten unterscheidet sich vom Schweißen durch die Verwendung eines, niedriger als die Grundwerkstoffe schmelzenden Zusatzes (Lotes) und damit durch den Verzicht auf ein Aufschmelzen der Grundwerkstoffe. Daher können Grundwerkstoff und Lot unterschiedliche Zusammensetzungen aufweisen.

Die charakteristischen Eigenschaften der Lote sind ihre Schmelzbereiche sowie ihre Arbeitstemperaturen. Oberhalb der Liquidustemperatur liegt nur Schmelze, unterhalb von Solidus keine Schmelze vor. Die Arbeitstemperatur ist die niedrigste Oberflächentemperatur an der Lötstelle, bei der das Lot benetzt oder durch Grenzflächendiffusion sich eine schmelzflüssige Phase bildet.

Die Arbeitstemperatur kann im Schmelzbereich des Lotes liegen. Liquidustemperaturen von Hartloten liegen oberhalb von 450°C. Beim Spaltlöten liegen die zu verbindenden Flächen in einem konstantem Abstand von ) 0,23 mm. Beim Fugenlöten ist der Abstand der zu verbindenden Flächen 0,50 mm.


Schweißen
Großflächiges oder lokales Aufschmelzen von Grund und Zusatzwerkstoff. Verbindungsschweißen (Schmelzschweißen) meist mit artgleichen Zusatzwerkstoffen mit identischem oder nahezu identischem Schmelzbereich.

Auftragsschweißen (Schweißplattieren) für z.B. korrosionsbeständige Oberflächen, mit artgleichen oder fremden Zusatzwerkstoffen. In der Literatur werden Auftragslötungen von z.B. CuSi3Mn1 auf ferritischperlitische Stähle im Automobilbau fälschlicherweise oft als Auftragsschweißungen bezeichnet.

Gebräuchliche Verfahren für Kupfer-Basis-Legierungen sind: MIG (Metall-Inertgas), WIG (Wolfram-Inertgas) und seltener Lichtbogenhandschweißen. Vereinzelt wird auch noch das Gasschweißen
(Autogenschweißen) angewendet.

 

 

Bezeichnung DIN prEN13347 DIN 8513 DIN 1733 EN 1044 EN ISO 3677
SML59F CuZn40Sn1MnNiSi CF731R L-CuZn39Sn CU306 Cu59Zn(Sn)(Ni)(Mn)(Si)-870/890
SML61F CuZn40SiSn L-CuZn40 SG-CuZn40Si CU302 B-Cu60Zn(Sn)(Si)-875/895
SML60 CuZn40MnSi CF762R L-CuZn40 CU303 B-Cu60Zn(Sn)(Mn)-870/900
SML61 CuZn39Mn1SiSn CF728R
SML62 CuZn37Si CF729R
SML573 CuZn40Ni2Sn1SiFe
SMLS58 CuZn41SnNiSiFe
NML48 CuNi10Zn42 CF411J L-CuNi10Zn42 CU305 B-Cu48ZnNi(Si)-890/920
NMLAG LNs46Ag CuNi10Zn42Ag1Si
• nicht genormt